Am Samstag, den 01.03.25, fand in der Brücke das STUBE-Seminar „Sauberes Wasser für alle Menschen“ statt – und was für ein Tag das war! 20 internationale Studierende aus dem ganzen Rheinland – von Aachen über Köln bis zum Ruhrgebiet – kamen zusammen, um über ein Thema zu sprechen, das uns alle betrifft: den Zugang zu sauberem Trinkwasser. In der Gruppe waren Menschen aus Togo, Kamerun, Syrien, Marokko, Tunesien, Bangladesch und dem Iran, jeder mit einer eigenen Geschichte und einer einzigartigen Perspektive auf das Thema.
Die Diskussionen waren alles andere als trocken. Schon zu Beginn ging es richtig ans Eingemachte: „Wasser als Menschenrecht vs. Realität“ war die Frage, die uns alle beschäftigte. Schnell wurde klar, dass die Realität in vielen Teilen der Welt alles andere als einfach ist. Die Herausforderungen, die viele Menschen tagtäglich mit Wassermangel und verschmutztem Wasser haben, ließen uns nicht kalt und forderten zum Nachdenken auf.
In den Gruppenarbeiten ging es dann tiefer in die Praxis: Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Ländern zeigten, wie kreative Lösungen vor Ort bereits funktionieren. Da war von Regenwasseraufbereitung in Bangladesch bis zu innovativen Wasserprojekten in Afrika alles dabei. Es war echt spannend zu sehen, wie viele verschiedene Ansätze es gibt, um das Problem anzugehen, und wie sehr sich lokale Gegebenheiten auf die Lösungen auswirken können.
Die Vorträge von Studierenden und Absolventen der Uni Duisburg-Essen, die in den Bereichen „Water Science“ und „Management and Technology of Water and Wastewater“ tätig sind, gaben noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel. Sie brachten uns die technischen und wissenschaftlichen Aspekte näher, erklärten, wie Wasseraufbereitung und -management funktionieren und wo noch Handlungsbedarf besteht. Das war nicht nur informativ, sondern auch motivierend.
Ein besonders interessanter Moment war die Reflexion über den eigenen Wasserfußabdruck. Wer hätte gedacht, wie viel Wasser eigentlich in den alltäglichen Dingen steckt? Von der Lebensmittelproduktion bis zur Herstellung von Kleidung – dieser Teil des Seminars regte viele Teilnehmende zum Nachdenken an und sorgte dafür, dass man den eigenen Konsum in einem neuen Licht sieht.
Aber es ging nicht nur um die Theorie. Der Tag bot auch genügend Raum für persönliche Begegnungen, Gespräche und Austausch – bei leckerem Essen und in entspannter Atmosphäre. Da wurde gelacht, philosophiert und viel miteinander geteilt. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie aus einer Gruppe von Studierenden mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen eine Gemeinschaft wurde, die gemeinsam nach Lösungen für globale Herausforderungen sucht.
Alles in allem war der Tag eine wertvolle Erfahrung – sowohl für das Fachwissen als auch für den persönlichen Austausch. Am Ende des Seminars ging jeder mit einem tieferen Verständnis für das Thema und einem Bewusstsein darüber, wie wichtig es ist, sich für sauberes Wasser als Menschenrecht einzusetzen, nach Hause. Ein richtig gelungener Tag, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Impressionen direkt hier:

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