Rätsel: Der evangelische Entdecker

Als Mitglied einer evangelischen Studierenden-Gemeinde kommt nur Fridtjof Nansen in Frage, und der Bär war weiß.

Um das herauszufinden, helfen dir Geometrie, Zoologie und Geschichte.

Geometrie: Schau mal auf die Route des Entdeckers: Er ist zuerst nach Süden, dann nach Osten und schließlich nach Norden gegangen, also zweimal im rechten Winkel abgebogen. Auf einer Ebene wäre man dann ein rechteckiges U gelaufen oder ein Quadrat, bei dem die obere Linie fehlt. Auf der Oberfläche einer Kugel ist das anders, besonders wenn sie – wie unsere Erde – per Definitionem zwei Pole hat und mit Längen- und Breitengraden überzogen wurde, mit deren Hilfe wir unsere Position auf der kugelähnlichen Erde angeben.

 

Der Entdecker startete nach Süden, also muss er am Nordpol gewesen sein.

Zoologie: Die einzigen Bären, die es dort gibt, sind Eisbären und die sind weiß.

Geschichte: Den Namen des Entdeckers findet ihr im Ausschlussverfahren: Christoph Columbus (ca. 1451-1506) war nicht am Nordpol, sondern entdeckte Amerika. Marco Polo (ca. 1254-1324) war in Asien und dem damaligen Kaiserreich China unterwegs. Beide lebten außerdem vor der Reformation, die frühestens im Jahre 1517 mit Luthers Thesenanschlag begann. Marco Polo und Christoph Columbus können schon deshalb nicht Mitglied in einer evangelischen Studierenden-Gemeinde gewesen sein. Nur Fridtjof Nansen (1861-1930) war zum Nordpol unterwegs. Tatsächlich hat er ihn wohl nicht erreicht, sondern kam nur relativ nahe an den Pol heran. Immerhin war er höchstwahrscheinlich evangelisch, denn er lebte im evangelischen Dänemark und sein Vater Baldur Nansen galt als ausgesprochen religiöser Mann. Außerdem hat er studiert: Seine Alma Mater war die Universität von Christiania, sein Fach war Zoologie. Das macht es auch sehr wahrscheinlich, dass er überhaupt die Fußspur eines Bären erkennt.