Meine Zeit als FSJler in der ESG-DuE

 

Nach meinem Abitur wusste ich noch nicht so recht, wohin und was. Über eine gute Bekannte, eine Pfarrerin aus Haarzopf, kam ich auf die Idee, die ESG-DuE zu kontaktieren und mich dort nach einem freiwilligen sozialen Jahr zu erkundigen. Nach einem guten Gespräch mit unserer Pfarrerin, Vera von der Osten-Sacken, war ich schnell überzeugt und begann dort meinen Freiwilligendienst.

Die Einsatzstelle dabei ist die ESG Duisburg-Essen. ESG steht für „Evangelische Studierendengemeinde“. Das Wort Studierende lässt vermuten, dass wir etwas mit Studenten zu tun haben, und das stimmt auch. Die ESG befindet sich direkt am Campus Essen im selben Haus wie das Studierendenwohnheim BRÜCKE. Was natürlich bedeutet, dass wir viel mit den Studierenden in der Brücke zu tun haben, ob bei Gottesdiensten oder während interessanter Abende zu politischen oder gesellschaftlichen Themen, oder einfachen Werwolf-Spielerunden. Bei diesen Veranstaltungen und Abenden konnte ich zudem viele nette und auch nützliche Kontakte zu den Studis knüpfen, was immer hilfreich ist.

Meine Arbeit in der ESG bezog sich vor allem darauf, interessante Events und Aktionen auf Social-Media anzukündigen und zu bewerben. Aber auch sie vorzubereiten und zum Teil, wenn es für mich möglich war, sie selber zu organisieren. Trotzdem hatte ich selber genug Freiraum, um meine eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen. Beispielsweise habe ich mit Hilfe von Vera zu Weihnachten ein Krippenspiel geschrieben und zusammen mit einigen Studis aufgeführt. Themen, die mich besonders interessieren, durfte ich auch behandeln, beispielsweise geschichtliche Aufsätze, die ich dann auf unserer Homepage veröffentlicht habe.

Damit soll gesagt sein, dass dem Freiwilligen hier sehr viel Freiraum geboten wird und er oder sie manchmal das tun kann, was ihn oder sie interessiert. Zu den letzten US-Präsidentschaftswahlen habe ich ein Interview mit einem Amerikanistik-Dozenten geführt, der dort auch geboren ist. Das Interview habe ich dann als Kurzform auf Instagram veröffentlicht. Die Langform findet ihr hier: https://esg-due.ekir.de/inhalt/lunch-lectures/.

Im Rahmen meiner Tätigkeit, wurde mir außerdem angeboten, an einem internationalen Austausch mit Jungen Menschen aus Namibia, Tschechien und Deutschland teilzunehmen. Dies tat ich natürlich auch. Dabei ging es darum, wie junge Leute die Kirche für junge Leute interessanter gestalten können.

Der Träger meines FSJ ist übrigens die Diakonie-RWL. Im Rahmen einer FSJ bzw. BFD-Tätigkeit hat der Freiwillige 25 verpflichtende Bildungstage, verteilt auf fünf Seminare. Diese Seminare dienen dem Freiwilligen dazu, sich mit anderen Freiwilligen über seine Tätigkeit auszutauschen. Zudem werden dort zusammen mit Gleichaltrigen interessante politische und gesellschaftliche Themen bearbeitet. Sie bieten zudem etwas Abwechslung, da man in der Regel immer woanders hinfährt.

Zu unserem Team gehört auch die ESG-Gruppe. Diese trifft sich immer Mittwochabends. Jeden Mittwoch innerhalb der Semesterzeit findet nämlich der sogenannte ESG-Abend statt. An diesen Abenden finden oft spannende und interessante Aktionen statt beispielsweise künstlerische Ausstellungen zu diversen Themen oder politische Informationsabende.

 

Manchmal gibt es auch Abende an denen – bei gutem Essen und Trinken – einfach nur das Zusammensein in unserem wirklich tollen Team genossen wird.

Zu Beginn und zum Ende eines jeden Semesters gibt es immer einen Gottesdienst. Beim diesjährigen Semesterabschlussgottesdienst am 16.07.25 werde ich ganz offiziell verabschiedet.

Insgesamt war das Jahr sehr schön und erfolgreich ich konnte viele neue Eindrücke sammeln.

 

– Gregor